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2022-07-25 Montag Tag 51

Frankfurt war am Morgen schnell verlassen, aus dem Odertal hinausging es ins hügelige Gelände mit schönen abwechslungsreichen Straßen. Beeindruckend die hohe Zahl an gut erhaltenen Alleen mit uraltem Baumbestand. Die Landschaft präsentiert sich zwischen den Stämmen wie eine Dekoration in Schaufenstern. Riesige Ackerflächen gibt es hier. Sonnenblumen, Mais und Getreide sind hauptsächlich vertreten. Die Getreideernte war überall in vollem Gange. Die von den Erntemaschinen erzeugten Staubwolken blies der heiße Wind weit übers Land.
Bei den Straßenoberflächen war heute alles vertreten. Von bestem Asphalt bis zu kopfsteingepflasterten Wegen kam einiges unter die Räder. Nicht ganz nett waren häufige Umleitungen. Die werden gut ausgeschildert angekündigt. Mit dem Motorrad hofft man ja eher noch, dass man trotzdem irgendwie durchkommt. Das habe ich im Verlauf des Tages zweimal versucht. Die beiden vollständigen Sperrungen, im ersten Fall fehlte eine Brücke über die Bahn, haben mich dann überzeugt es für den Rest des Tages nicht weiterzuprobieren, bin also bei den folgenden dutzend Umleitungen brav dem großen „U“ gefolgt. Beim Durchfahren der vielen kleinen Orte ist immer noch der gesamte Querschnitt der Veränderungen seit Mauerfall zu sehen. Es gibt „Original-Häuser“, auch in sich zusammenfallende, dann solche, die zu 100% unter Einsatz des OBI-Sortiments restauriert wurden und Paläste, die sich komplett abheben von dem was im Dorf sonst zu sehen ist. Liegt sicherlich auch daran, dass meine heutige Route nur wenig südlich unterhalb von Berlin verlief.
Es wurde richtig warm, gegen 11 Uhr war die 35°C-Marke überschritten. Bei 38°C war dann Schluss mit einem weiteren Anstieg der Temperatur. Nichts half mehr, ein Kühlen durch schnelleres Fahren war zwecklos, weitere Öffnungen an der Motorradkleidung zu nutzen wäre fahrlässig gewesen. Magdeburg durchfuhr ich in der Mittagsglut als sei es ein Fata Morgana.
Die Harzer-Berge kamen in Sicht, darüber braute sich ein Wetter zusammen. Kaum in Braunlage eingecheckt, kam der Regen und damit eine wohltuende Abkühlung.
Der Kurort Braunlage ist das „Titisee“ vom Harz. Shops für Touristen, dazu eine große Auswahl an Verpflegungsmöglichkeiten und Unterkünfte in allen Kategorien. Die Spuren von Corona sind auch hier deutlich zu sehen. Etliche Geschäfte sind stillgelegt.
Braunlage lag nur 2 km entfernt von der Grenze zur DDR. An die Geschichte wird an einigen Stellen des Ortes erinnert.
Morgen geht es weiter in Richtung Paderborn, von dort ein nach Süd gerichteter Knick in Richtung Siegen.

Kiefernwälder im Brandenburgischen. Tag 51
Allee, schön zu fahren. Tag 51
Alleelandschaft. Tag 51
Alte Alleen. Tag 51
Mix an Fortschritt. Tag 51
Am Horizont der Harz. Tag 51
Wurmberg, der Haus- und Skiberg von Braunlage. Tag 51
Dachlandschaft Braunlage. Tag 51

1 Kommentar

  1. Wolfgang Wachter
    Wolfgang Wachter 25. Juli 2022

    Schöne Fotos, die Du wieder gemacht hast. Ja , die Alleen in der alten DDR sind beeindruckend und zauberhaft. Man fühlt sich in die 50er /60er Jahre zurück
    versetzt. Das gilt aber auch für die Dörfer, die zum Teil noch unverändert den Charme der alten DDR zeigen. So sah es früher auch in Schleswig-Holstein aus. Daran kann ich mich noch gut erinnern. Man hat dann die Bäume gefällt, weil wohl zu viele tödliche Unfälle wegen dieser Bäume sich ereignet haben.
    Wenn Du durch Paderborn fahren solltest, grüß mir meine Heimatstadt. Hier erblickte ich das Licht der Welt.
    Für den Endspurt auf Deiner langen Reise wünsche ich Dir alles Gute und fahr weiter umsichtig und vorsichtig. Ganz liebe Grüße Wolfgang

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