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2022-06-21 Dienstag Tag 17

Das Schäufelchen Glück, oder so, jedenfalls, trotz aller Unkenrufe, regnete es am Morgen nicht, ich konnte alles im Trockenen und Trocken einpacken. Erfreulich war das.
Tagesziel war die Verlegung weiter nördlich von hier. 350 km sollten es sein. Mit der E13 war das prima machbar, die hat den Kurs und man kommt gut voran. Nach 15 Minuten Fahrt war Einpacken angesagt, mehr Klamotten und dazu die Griffheizung.
Die E13 führt, so wie die meisten Straßen in Norwegen, an den Seen und Fjorden entlang. Uferstrecken, lassen sich in einer solchen Bergwelt vermutlich noch mit dem geringsten Aufwand bauen. Wo ein Berg im Weg steht, wird ein Tunnel gebohrt. Davon gibt es hier reichlich. Unterschiedlich ausgestattet, was Beleuchtung und auch die Reflektoren betrifft, kommt keine Langeweile auf. Straßenarbeiten wie bei uns auch, nur hier wird auch mal für ein Stündchen einfach dicht gemacht.
Eine Seitenbegrenzungseinrichtungbetoniermaschine war in Aktion. Die nimmt nahezu die Breite der Straße ein und bewegt sich mit etwa 15 cm pro Minute. Witzig, die Jungs an der Sperre gingen an den wartenden PKW vorbei und informierten über die voraussichtliche Wartezeit. Mir sagte man 20 bis 40 Minuten. Einer asiatischen PKW-Besatzung wurden 2 Stunden avisiert. So entstanden dann bei den mittlerweile ausgestiegenen PKW-Leuten angeregte Diskussionen.
Lattefossen, einer der bekannten Wasserfälle, liegt unmittelbar an der E13. Eine Brücke, ein Parkplatz, ein Kiosk, dazu dieses ungeheure Spektakel vom fallenden Wasser. Eine Urgewalt, ein Rauschen und Stieben, dass einmal mehr deutlich wird, wie winzig klein wir uns gegenüber der Natur ausmachen. Eine Brücke über den Eidfjord mündet in einen Tunnel. Überraschend, nach einigen hundert Metern, kommt ein Kreisverkehr im Tunnel. Zwei Tunnel kreuzen sich hier.
Ein Supermarkt zum Nachtanken, auffälliges Motorbrabbeln nähert sich, ein Cadillac aus den 60er-Jahren hält neben mir. Wenige Minuten später ist der Fahrer auch schon fertig mit dem Einkauf. Mit der Pizza aus dem Eisfach geht es vermutlich wieder heim. Passt irgendwie.
Bis zum geplanten Ziel fahre ich nicht durch, da mich der Tvindefossen aufhält, ein 100 m hoher Wasserfall, welcher sich in Kaskaden in die Tiefe stürzt. Direkt unterhalb ein Campingplatz mit den typischen kleinen Hütten. Da es regnet, entschließe ich mich eine solche zu beziehen. Genial der Blick zur Türe hinaus, direkt auf den Fall.
Am frühen Abend genieße ich nach einem kurzen Anstieg, die Ansicht von oben. Die Drohne hilft mir dabei, einen faszinierenden Blick über die Kante zu erleben.
Die Wetteraussichten sind sehr durchwachsen. Der Regen ist beim Fahren noch eingermaßen gut auszuhalten, es müsste nur etwa 5°C wärmer sein, dann wäre das stressfreier. So mit 10°C bis 12°C über mehrere Stunden, da wird’s ungemütlich.

Gletscherwelten. Tag 17
Wetter. Tag 17
Lattefossen. Tag 17
Lattefossen bewegt. Tag 17
Kreisverkehr im Tunnel. Tag 17
Tvindefossen. Tag 17

Passt. Tag 17
Tvindefossen. Tag 17
Tvindefossen bewegt. Tag 17
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