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2022-06-14 Dienstag Tag 10

Rundgang durch die Osloer City, das war heute der Plan. Mit dem Bus starte ich vom Campingplatz in die etwa 25 Fahrminuten entfernte Innenstadt. Am Schloss steige ich aus und bestaune die Residenz des Königs. Hier war wohl bei der Planung eher Zurückhaltung angesagt. Im Vergleich zu anderen Schlössern in Europa ist dieser Bau eher von einer angenehmen Größe. Mit dem Park ringsum ist dann jedoch wieder das volle Herrscherniveau hergestellt. Die Königsflagge weht auf dem Dach, er ist also daheim, der König, vermutlich beim Frühstück sitzend.
Noch nicht viel los. Das tägliche Geschäfts- und Büroleben startet wohl erst jenseits von 08:30 Uhr.
Zum Rathaus ist es nicht weit. Allein durch die beiden schlichten Türme lässt sich noch nicht einschätzen, welche inneren Werte zu erkunden sind. Eine imposante Eingangshalle, mit einigen Stockwerken an Höhe, bunt ausgestattet, mit volkstümlichen, großflächigen Fresken, lässt staunen. Hier wird alljährlich der Friedensnobelpreis verliehen.
Die Oper muss man gesehen haben, auch wenn es nur die Erkundung von außen ist, es ist ein grandioses Schauspiel. Einakter, dargestellt durch ein sehr überzeugendes Solo. Der Architekt nahm eine Eisscholle als Grundlage. So präsentiert sich das Gebäude ganz in Weiß. Unterbrochen nur durch blau schimmernde Glasflächen. Wunderbar, der Oper kann man aufs Dach steigen. Über große geneigte Flächen gelangt man bequem bis auf die Deckung des Saales.
Genial wie das Angebot, die Idee des Architekten, wahrgenommen wird. Die Dächer sind von staunendem Publikum gut besucht. In den Proportionen, die weißen Flächen, die sommerbunt gekleideten, flanierenden Menschen, einfach phantastisch.
Der Weg führt weiter über die Festungsanlage „Akershus“. Einst als Schutz der Stadt errichtet, vielfach erweitert, noch heute durch Teile des Militärs genutzt, bietet sich hier ein Rundgang entlang der Mauern an. Von dort oben hat man immer wieder schöne Aussichten auf den Fjord und die Häfen von Oslo. In denen tummeln sich natürlich auch die großen Kreuzfahrer, also die heutigen sind gemeint. Die „Aida Nova“ liegt hier an der Pier.
Geplante Ziele meiner Osloerkundung sind die Ausstellungen der „Fram“ und der „Kon-Tiki“. Komfortabler Zugang von der Innenstadt wird durch eine kleine Museumsfähre geboten.
Die „Fram“ das Polarschiff von Nansen und danach auch von Amundsen steht in einer dafür eigens erbauten Halle. Im gedämpften Licht, ist es besonders beeindruckend auf der Brücke des Motorunterstützten Seglers zu stehen, möglicherweise an der Stelle, an der Amundsen 1911 den Weg zum Südpol kommandierte. Auf den Wänden der Halle wird eine sich bewegende Eismeerlandschaft projiziert. Ich hatte den Eindruck, dass der Kahn schaukelt. Unter Deck darf man sich in die Expeditionsatmosphäre der Mannschaft hineindenken. Eine unglaubliche Reise, niemand  an Bord konnte ahnen, wie dieses Abenteuer ausgeht.
Thor Heyerdal, der der Überlegung nachging, dass sehr viel früher als angenommen, die großen Meere von Menschen hätten überquert werden können, lies den Beweis dazu nicht missen. Mit der „Kon-Tiki“ und der „RA2“ gelangen ihm zwei Überquerungen mit einfachsten Mitteln. Zwei Boote, gebaut ausschließlich mit Materialien, welche lange vor der Wikinger- und der Inkazeit zur Verfügung standen und verarbeitet werden konnten, nutzte Thor Heyerdal für die Reisen. 1970 mit RA2 eine Atlantiküberquerung und 1947 die Reise mit Kon-Tiki von Peru nach Tahiti.
Nach 7 Stunden Oslo war’s für mich genug mit Abenteuern.

Rathaus Eingangsseite Tag 10
Rathaus Halle Tag 10
Siehe Beschriftung Tag 10
Dachlandschaft der Oper Tag 10
Detailansicht Oper Tag 10
Oper. Tag 10
Deshalb lächelt sie. Tag 10
Das königliche Schloss Tag 10
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