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2022-07-14 Donnerstag Tag 40

Die an der Südwestecke Finnlands gelegenen Inseln der Schären sind, sofern nicht kleiner als ein Fußballplatz, bewohnt. Die kleinsten unter ihnen sind nur mit dem Boot erreichbar. Dort wo dann Platz für eine Straße war, wurde diese gebaut und Anfang, sowie Ende mit einem Fähranleger ausgestattet.
Damit ergibt sich die reizvolle Möglichkeit diese Kombination, Straße-Fähre-Straße-usw., für eine Rundfahrt auf den Schären zu nutzen.
So startete ich am Morgen, um dann in einem großen Bogen über die Inseln und zurück zum Festland zu kommen. Insgesamt 8 Fährverbindungen konnte ich dabei nutzen. Manche nur mit 200 m Fahrstrecke, dann aber auch bis zu 8 km von Ufer zu Ufer. Nur zwei davon mussten bezahlt werden.
Die Fähren sind so getaktet, dass man prima und ohne lange Wartezeiten durchkommt.
Die Welt der Schären wäre auf dem Wasserweg natürlich viel besser zu erleben. Von der Straße aus ist oft kaum feststellbar, dass man sich auf einer Insel bewegt. Viel Landwirtschaft gibt es hier.
Übrigens, nun eindeutig klar, seit Ende Lappland sind keine Rentiere mehr zu sehen. Warnschilder am Straßenrand sind dennoch vorhanden, wobei da immer nur ein Elch abgebildet ist.
In der Nacht hat es über dem Zeltplatz ordentlich gekracht. Ein Gewitter ist lärmend durchgezogen, hat dabei alles nass gemacht. Am Morgen dann starker Wind. Dieser hat heute den ganzen Tag über dafür gesorgt, dass sich die Lage innerhalb von Minuten änderte. Dicke, schwere Wolken haben immer wieder ihre Last abgeworfen. So hatte ich dann am späten Nachmittag eher das Bestreben, mir eine feste Unterkunft zu suchen. Das Navi führte mich zu einem Bauernhof. Dort wurde mir eine nette Ferienwohnung für kleines Geld überlassen.
Helsinki erreiche ich morgen nach etwa 130 km.
Langsam macht sich eine Reizüberflutung bemerkbar. Müsste demnächst vielleicht mal einer frisch gestrichenen Wand beim Trocknen zuschauen. Für das Abheften der unendlich vielen neuen Eindrücke braucht es Zeit. Im Moment reicht es nicht einmal für’s Lochen vor dem Abheften 😉 Ein chronologisch geordneter, hoher Stapel loser Blätter liegt vor mir. Ich hoffe keiner macht das Fenster auf.
Tatsächlich freue ich mich darauf, die Tour abschließen zu können, die Runde auch so zu fahren, wie ich es vorhatte. Die geplante Zeit von 80 Tagen werde ich nicht komplett verwenden. Gegen Ende der ersten Augustwoche steht  das Moped voraussichtlich wieder im heimischen Stall.

Diese Warnungen sind berechtigt. Tag 40
Fähranleger. Tag 40
Unbewohnt. Tag 40
Lichtspiele. Tag 40
Finnen haben ein Boot. Tag 40
Irgendow da draussen, ein Ferienhäuschen. Tag 40
Fähranleger. Tag 40
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